Coromandel Halbinsel, Neuseeland im Kleinen
Nur 1½ Fahrtstunden vom quirligen Auckland entfernt, aber abseits der Hauptverkehrsrouten, liegt hier ein wahres Südseeparadies: ein wildromantisches Bergland, vom Meer umspült, vom Dschungel überwuchert und von Stränden gesäumt, die sich schöner kaum denken lassen. In ihrem Abwechslungsreichtum ist die Coromandel so etwas wie Neuseeland im kleinen – und ein idealer Tummelplatz für alle, die Abenteuer, Sport und Exotik mit Ruhe und Abgeschiedenheit kombinieren möchten.
Den Reizen der Coromandel-Küste konnten weder ihre polynesischen noch ihre europäischen Entdecker widerstehen: Bei Whitianga an der Mercury Bay soll schon der legendäre Seefahrer Kupe, der als erster Mensch neuseeländischen Boden betrat, an Land gegangen sein. Um 1250 landete das Kanu von Tama te Kapua, Häuptling und Ahnherr des Maori-Stammes der Arawa, beim Mount Moehau an der Nordspitze der Halbinsel, wo er später unbedingt begraben sein wollte. Und Captain Cook hatte bereits die ganze Doppelinsel umrundet, als er im November 1769 – gleichfalls in der Mercury Bay – vor Anker ging.
Hotels in Auckland in der Übersicht mit Buchung und  Bezahlung direkt beim Hotel. Tagesaktuell und günstig! »Erst hier, beim Anblick der Coromandel-Küste, pflanzte er den Union Jack auf und nahm Neuseeland für die britische Krone in Besitz. Einige Jahrzehnte nach der britischen Landnahme war es mit Ruhe und Abgeschiedenheit auf der Coromandel erst einmal vorbei. Im 19. Jahrhundert kehrten Gold- und Diamantensucher hier das Unterste zuoberst. Und der Bedarf der Royal Navy nach Schiffsmasten wurde dem Waldbestand beinahe zum Verhängnis, insbesondere den kerzengeraden, bis zu 60 Meter hohen Kauri-Fichten. Doch Anfang dieses Jahrhunderts gaben sich Mensch und Natur auf der Coromandel gegenseitig eine zweite Chance. Heute stehen nicht weniger als 40 Prozent der Region unter Naturschutz; die Vegetation – einschließlich der Kauri-Baumriesen – eroberte sich ihren Lebensraum zurück; die Goldgräber suchten sich andere Claims und hinterließen ihre Minen als Touristenattraktionen. In Sachen Tourismus gilt auf der Coromandel heute Umweltverträglichkeit als höchstes Gebot.



