Australien Tourismus Arabien, Indischer Ozean, Südostasien und Ferner Osten! Über einhundert Highlights in rund zwei Dutzend Regionen und Destinationen aus unserem Programm! Asien Reisen, Stopover, Standort-, Privat- und Zubucherreisen sowie Reisebausteine unter anderem in den Vereinigte Arabische Emiraten, dem Sultanat Oman, Iran und in Jordanien sowie in Indien, Nepal, Sri Lanka bzw. in Indochina, Malaysia, Singapur, Indonesien, China, Hongkong, Taiwan und Japan. Genießen Sie Asien in kleiner Gruppe als Zubucherreise zu festen Terminen, bei einer Privatreise oder einem Stopover: www.asien-tourismus.de.
Kangaroo Island
Spektakuläre Landschaft, tiefblaues Meer und unzählige Tier- und Pflanzenarten – Kangaroo Island ist eine der schönsten Inseln, die Australien zu bieten hat. Nun wurde das Naturparadies vor der südaustralischen Küste zur „National Landscape“ erklärt und ist damit eine der neun attraktivsten Landschaften des fünften Kontinents. Das „National Landscape“-Programm ist eine gemeinsame Initiative von Tourism Australia und Parks Australia, in der Naturschutz und Tourismus gleichermaßen gefördert werden. Die Auszeichnung ausgewählter Naturräume als „National Landscape“ soll Australiens schönste und außergewöhnlichste Landschaften schützen und erhalten sowie gleichzeitig bestmöglich vermarkten und speziell für erlebnisorientierte Touristen bekannter machen. Voraussetzung für eine Nominierung sind herausragende landschaftliche oder kulturelle Erlebnisse, die nur in Australien zu finden sind. Neben Kangaroo Island zählt auch das Wüstengebirge der Flinders Ranges in South Australia zu den neun „nationalen Landschaften“. Das Naturparadies Kangaroo Island löste sich vor ca. 9.000 Jahren vom südaustralischen Festland und entfaltete eindrucksvolle Naturlandschaften und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, die der Insel ihren Spitznamen „Australiens Galapagos“ eingebracht hat. Die rund 155 Kilometer lange und 55 Kilometer breite Insel bietet dem Besucher einen einzigartigen Eindruck davon, wie Australien vor Tausenden von Jahren ausgesehen haben muss. So kennzeichnen steile Felsklippen, einsame Strände, ausgedehnte Eukalyptuswälder, geschützte Buchten und verborgene Höhlen das Erscheinungsbild Australiens drittgrößter Insel. Mittlerweile besitzt sie 21 Naturschutzgebiete und Nationalparks, wobei der größte von ihnen, der Flinders Chase Nationalpark, sich fast über den gesamten westlichen Abschnitt der Insel erstreckt. Touristen können dort, gemeinsam mit erfahrenen Guides, die Tierwelt entdecken und Wallabies, Koalas, Robben und Seelöwen in freier Wildbahn beobachten. Insbesondere die Harmonie, in der Mensch und Tier hier zusammenleben, und das umweltbewusste Denken der Inselbewohner locken immer mehr Touristen aus der ganzen Welt nach Kangaroo Island. Auch aus diesem Grund ist sie von Experten des National Geographic zur schönsten Insel der Asien-Pazifik-Region und zur fünftschönsten Insel der Welt gewählt worden. Gutes Essen, schöne Unterkünfte für jeden Geldbeutel und ein vielseitiges Tour- und Sportprogramm machen Kangaroo Island zu einem unvergesslichen Erlebnis. Passende Hotels finden Sie hier.
Coromandel
Nur 1½ Fahrtstunden vom quirligen Auckland entfernt, aber abseits der Hauptverkehrsrouten, liegt hier ein wahres Südseeparadies: ein wildromantisches Bergland, vom Meer umspült, vom Dschungel überwuchert und von Stränden gesäumt, die sich schöner kaum denken lassen. In ihrem Abwechslungsreichtum ist die Coromandel so etwas wie Neuseeland im kleinen – und ein idealer Tummelplatz für alle, die Abenteuer, Sport und Exotik mit Ruhe und Abgeschiedenheit kombinieren möchten. Den Reizen der Coromandel-Küste konnten weder ihre polynesischen noch ihre europäischen Entdecker widerstehen: Bei Whitianga an der Mercury Bay soll schon der legendäre Seefahrer Kupe, der als erster Mensch neuseeländischen Boden betrat, an Land gegangen sein. Um 1250 landete das Kanu von Tama te Kapua, Häuptling und Ahnherr des Maori-Stammes der Arawa, beim Mount Moehau an der Nordspitze der Halbinsel, wo er später unbedingt begraben sein wollte. Und Captain Cook hatte bereits die ganze Doppelinsel umrundet, als er im November 1769 – gleichfalls in der Mercury Bay – vor Anker ging. Erst hier, beim Anblick der Coromandel-Küste, pflanzte er den Union Jack auf und nahm Neuseeland für die britische Krone in Besitz. Einige Jahrzehnte nach der britischen Landnahme war es mit Ruhe und Abgeschiedenheit auf der Coromandel erst einmal vorbei. Im 19. Jahrhundert kehrten Gold- und Diamantensucher hier das Unterste zuoberst. Und der Bedarf der Royal Navy nach Schiffsmasten wurde dem Waldbestand beinahe zum Verhängnis, insbesondere den kerzengeraden, bis zu 60 Meter hohen Kauri-Fichten. Doch Anfang dieses Jahrhunderts gaben sich Mensch und Natur auf der Coromandel gegenseitig eine zweite Chance. Heute stehen nicht weniger als 40 Prozent der Region unter Naturschutz; die Vegetation – einschließlich der Kauri-Baumriesen – eroberte sich ihren Lebensraum zurück; die Goldgräber suchten sich andere Claims und hinterließen ihre Minen als Touristenattraktionen. In Sachen Tourismus gilt auf der Coromandel heute Umweltverträglichkeit als höchstes Gebot.
Australien
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Neuseeland
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Stopover
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Ausstellungen

Ausstellungstipps rund um den asiatisch-pazifischen Raum, Australien, Neuseeland und Ozeanien aber auch immer wieder einmal über den Tellerrand hinaus.

James Cook und die Entdeckung der Südsee

Drei Expeditionsreisen in die noch unbekannten Weiten des Pazifischen Ozeans machten den britischen Seefahrer und Entdecker James Cook (1728–1779) berühmt. Er entdeckte unter anderem Hawaii und kartographierte als Erster Neuseeland, Australien und die Inselwelt der Südsee.

Asien Pazifik Ausstellungen © B&N Tourismus
Asien Pazifik Ausstellungen © B&N Tourismus

Mit Cooks Vordringen in die Weiten der Südsee veränderte sich das abendländische Weltbild, mit ihm begann im Zeichen aufklärerischer Fortschrittsgläubigkeit ein Aufbruch in die europäische Moderne. Cook und den zahlreichen Naturforschern, Gelehrten und Zeichnern, die an seinen drei Reisen teilnahmen, verdanken die Europäer die ersten systematischen und verlässlichen Kartenwerke, die frühesten umfassenden Studien zum geologischen Aufbau der pazifischen Inseln und zu ihrer Flora und Fauna. Ferner wurden in einer vorher nicht gekannten Weise die Begegnungen mit den Menschen „am anderen Ende der Welt“ minutiös beschrieben und bildlich dokumentiert. Alle drei Reisen führten auf Empfehlung der Royal Society, der weltweit führenden naturforschenden Gesellschaft jener Zeit mit Sitz in London, vornehmlich in jenen Teil der Südsee, der heute Polynesien genannt wird.

Cook und die ihn begleitenden Forscher haben zu neuen Erkenntnissen in einer Vielzahl von Wissenschaften beigetragen, vor allem in der Nautik, Astronomie, Philosophie und Naturgeschichte. Für die ethnologische Erkenntnisgewinnung, insbesondere im Hinblick auf eine verlässliche kulturelle Interpretation der gesammelten Artefakte, war es ein Glücksfall, dass auf Cooks zweiter Reise (1772–1775) der deutsche Naturforscher Johann Reinhold Forster und vor allem dessen Sohn Georg teilnahmen. Letzterem verdanken wir völkerkundliche Beschreibungen und Kultur vergleichende Reflexionen, die die Begegnung mit dem kulturell Fremden in einer auch nach heutigen wissenschaftlichen Maßstäben angemessenen ethnologischen Lesart zu erhellen vermochten.

Fraglos hatten die europäischen Entdeckungsreisen von James Cook nicht nur beachtliche Auswirkungen auf die westlichen Wissenschaften, sondern auch kulturelle, religiöse, ökonomische und politische Einflüsse auf den Lebensraum „Südsee“. Der Kontakt zu den westlichen Kolonialmächten hat die früheren Lebensweisen der Menschen dort radikal verändert. Im Kampf zwischen Pflicht und Gewissen war es Cook immer klar, dass er und seine Mitstreiter Eindringlinge waren. Auf indigener Seite brachten die Begegnungen mit Europäern in den nachfolgenden Jahrzehnten dann auch Missionierung und Kolonisierung, weitgehende Entfremdung und gar Entmündigung. Erst seit jüngerer Zeit wendet sich das Blatt durch indigene Selbstfindung und politisches Autonomiebestreben.

Eingedenk solcher kritischen Reflexionen europäisch-pazifischer Begegnungen ist es ein zentrales Anliegen der geplanten Ausstellung, Ergebnisse aus den Forschungen zur Naturgeschichte, Seefahrtsgeschichte, Kunstgeschichte und der frühen Ethnologie miteinander im Geiste der Aufklärung des 18. Jahrhunderts zu verknüpfen und erstmals interdisziplinär übergreifend zu präsentieren. Insofern umfasst die europäische Perspektive auf die Südsee bei dieser Ausstellung ebenso Aspekte der kulturellen Konfrontation wie auch der Annäherung an eine Region, die bei uns bislang vielen Menschen wenig bekannt ist und in einer immer enger zusammenrückenden Welt auch hier bei uns in Europa besser kennengelernt werden sollte.

Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Bonn (www.kah-bonn.de) in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie der Universität Göttingen (28. August 2009 bis 28. Februar 2010) dem Museum für Völkerkunde Wien (10. Mai bis 13. September 2010) und den Historischen Museum Bern (07. Oktober 2010 bis 13. Februar 2011).

Begleitbuch

James Cook und die Entdeckung der Südsee. Mit Beiträgen von H. E. Bödeker, Chr. Feest, B. Hauser-Schäublin, R. Joppien, A. L. Kaeppler, G. Krüger, T. Psota, N. Rigby, A. Salmond, O. R. Scholz u. a. 276 Seiten, ca. 550 Abbildungen in Farbe. Hirmer Verlag 2009. Höhe: 28 cm x Breite 24 cm. Anhand von rund 500 ethnographischen, natur- und kunsthistorischen Objekten eröffnet das Katalogbuch vielfältige Einblicke in Geschichte und Wirkung der drei großen Expeditionsreisen des britischen Seefahrers und Entdeckers James Cook (1728-1779) in die damals noch unbekannte Welt Ozeaniens.James Cook gelang es erstmalig, Neuseeland, Australien und die Inselwelt der Südsee zu kartographieren. Damit vervollständigte er unser neuzeitliches Bild von der Erde und widerlegte die Vorstellung von einem mythischen Südkontinent. Begleitet wurde er von einem internationalen Forscherteam, das im Zeitalter der europäischen Aufklärung in einer Vielzahl von Disziplinen neue Erkenntnisse beitragen konnte: in Navigation, Astronomie, Naturgeschichte, Philosophie und Kunst. Darüber hinaus haben diese Reisen die Begründung einer neuen Wissenschaft ermöglicht, der Ethnologie. Zum ersten Mal werden in einer Ausstellung die von den Cook-Reisen mitgebrachten ethnographischen und naturhistorischen Objekte aus den verschiedensten pazifischen Kulturen wieder zusammengeführt, nachdem sie schon bald in frühe völker- und naturkundliche Sammlungen in ganz Europa verstreut worden waren. Viele der kostbaren Federornamente, Holzskulpturen und anderen ozeanischen Artefakte sind von unschätzbarem Wert, da Vergleichbares heute in der Südsee nicht mehr zu finden ist. Neben den ethnographischen Fundstücken präsentiert das Katalogbuch prachtvolle Gemälde und Zeichnungen der mitreisenden Maler, die den wissbegierigen Blick der Entdecker auf die exotischen Szenerien der Südsee eingefangen haben. Auch Schiffsmodelle, Seekarten und Navigationsinstrumente machen die Cook-Reisen auf faszinierende Weise wieder lebendig.
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